Mein bisheriges Engagement für den Stadtteil

 

Kurz gefasst:

  • Seit 2015 Mitglied des Bürgervereins Haarzopf/Fulerum, ab März 2017 stellv. Vorsitzender des Vereins
  • Initiator des Stadtteilkonzepts Haarzopf/Fulerum 2030 (Bürgerbeteiligungsprozess)
  • Gründungsmitglied der Bürgerinitiative Finger weg von Freiluftflächen (Ziel: Erhalt der Haarzopfer und Fulerumer Freiflächen)
  • Mitinitiator und Sprecher der Corona-Nachbarschaftshilfe Haarzopf hilft! mit heute 35 Helferinnen und Helfern
  • Organisator der Aufstellung von Parkbänken, Mülleimern und Tischtennisplatten im Stadtteil
  • Ehrenamtlicher Busticketverkauf zu Zeiten von Corona

 

Länger ausgedrückt:

Seit 2017 engagiere ich mich ehrenamtlich als 2. Vorsitzender des Bürgerverein Essen-Haarzopf/Fulerum e.V. für den Stadtteil. Ich bin hier groß geworden und habe den Stadtteil noch erlebt, als weder die Neue Fulerumer Straße noch die Neue Mitte Haarzopf gebaut waren. Haarzopf und Fulerum haben, auch durch die Errichtung neuer Siedlungen, in den vergangenen 15 Jahren einen enormen Wandel mitgemacht.

Der Bau der Neuen Mitte Haarzopf war sicherlich eine Bereicherung für die Versorgungssituation des Stadtteils. Mir liegt dennoch am Herzen, dass, bei allen Entwicklungschancen, Haarzopf und Fulerum ihren dörflichen Charakter nicht verlieren. Mein Leitspruch „für ein lebenswertes Haarzopf und Fulerum“ soll diesem Anspruch Ausdruck verleihen.

Insbesondere setze ich mich seit längerem dafür ein, dass die den Stadtteil prägenden Grünflächen nicht nach und nach einer Bebauung weichen müssen. In verschiedenen Bürgerinitiativen, unter anderem bei der von Jörn Benzinger gegründeten Initiative „Finger weg von Freiluftflächen!“ habe ich mich aktiv eingebracht und dazu beigetragen, die Diskussionen auch auf die politische Bühne zu heben. Haarzopf darf sich baulich weiterentwickeln und wird auch zukünftig seinen maßvollen Beitrag zur Wohnraumversorgung in Essen leisten können. Eine Bebauung in Landschaftsschutzgebieten, regionalen Grünzügen oder landwirtschaftlich genutzten Flächen mit hoher Klimarelevanz wird es dagegen mit mir niemals geben.

Um nicht nur zu benennen, was nicht geht, haben sich im Januar 2018 auf meine Initiative hin 50 Bürgerinnen und Bürger in einem anderthalbtägigen Workshop Gedanken zur Zukunft unseres Stadtteils gemacht. Die Ergebnisse wurden der Stadtverwaltung und dem Oberbürgermeister als Stadtteilentwicklungskonzept Haarzopf/Fulerum 2030 übergeben. Diese Art der Bürgerbeteiligung war ein wesentlicher Anspruch an meine Arbeit im Bürgerverein. Auf dieses breite bürgerschaftliche Votum für eine zukunftsgerichtete Entwicklung unseres Zuhauses bin ich persönlich sehr stolz. Ich finde, die Bürger müssen häufiger zu den Themen gehört werden, die sie vor Ort bewegen. Auch dafür möchte ich mich einsetzen!

Auf meine bisherige Zeit im Bürgerverein Haarzopf/Fulerum blicke ich zufrieden zurück. Als ich mich im Jahr 2017 im Austausch mit dem Vorsitzenden Horst Holtwiesche dazu entschloss, die Arbeit des Vereins künftig als stellvertretender Vorsitzender mitzuverantworten, war die Situation keine leichte. Der Verein hatte zuvor medienwirksam bekanntgeben müssen, dass er an Mitgliederschwund und Überalterung leide und dadurch seine Arbeit ohne zusätzliche Unterstützer nicht dauerhaft wird weiterführen können. Das wäre fatal gewesen, schließlich organisiert der Bürgerverein mit dem Martinszug, dem Weihnachtsmarkt oder dem GeSoFe wichtige Feste im Stadtteil und hat sich auch ansonsten sehr um unser Zuhause verdient gemacht. Ich sprach also mit einigen Aktiven im Stadtteil, ob sie sich nicht eine Mitarbeit im Bürgerverein vorstellen könnten – und so gelang es uns gemeinsam, auf der Jahreshauptversammlung im März 2017 neue und alte Vorstandsmitglieder zu wählen.

Seitdem hat sich viel getan. Neue Veranstaltungsformate, wie der Haarzopfer Bürgerflohmarkt oder der Tag der Vereine sind hinzugekommen, am Jahresanfang laden wir die Vereine im Stadtteil zum Neujahrsempfang, um uns auszutauschen und uns Unterstützung zuzusagen. Zusammen mit Wolfgang Krämer haben wir die Trafokästen im Stadtteil bunt gestaltet. Auch unsere Mitgliederentwicklung kann sich durchaus sehen lassen – zählte der Bürgerverein 2017 noch circa 360 Mitglieder, Tendenz schrumpfend, so sind es mittlerweile fast 500. Das Interesse der Haarzopfer/innen und Fulerumer/innen an der Stadtteilentwicklung ist enorm – und ich möchte dieses Interesse zukünftig durch eine verlässliche Stimme im Rat der Stadt Essen vertreten.

Auch der Austausch mit Stadtverwaltung und Politik findet immer wieder statt. Der Bürgerverein ist viel genutzter Ansprechpartner und wird nun bei vielen Vorhaben frühzeitig informiert und eingeladen. Mir ist wichtig, dass nicht nur Vereinsmitglieder diesen Informationsvorsprung nutzen können, sondern er bei allen Bürgerinnen und Bürgern ankommt. Die dafür nötige Transparenz werde ich als Ratsmitglied in meiner Arbeit jederzeit herstellen.

Auch darüber hinaus konnte ich im Kleinen einige Dinge bewirken: Sei es das Aufstellen von Parkbänken, Mülleimern oder Tischtennisplatten, die Kontaktvermittlung bei Fragen des Straßenausbaus, der Verkauf von Bustickets in Corona-Zeiten oder der Einsatz für den Ausbau unserer Schule und Kindertagesstätten.

Ich bin dankbar für die Unterstützung, die ich in den vergangenen Jahren meiner Aktivität im Stadtteil erhalten habe. Was ich immer wieder merke ist, dass wir Haarzopfer/innen und Fulerumer/innen zusammenhalten. Das macht uns so stark und unser Zuhause so lebenswert. Arbeiten wir daran, dass es dabei bleibt!